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Von Lesern für Leser
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F U C H S B A B Y G I N A G E R E T T E T
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In der letzten Ausgabe von »Freiheit für Tiere« (4/2006) berichteten wir über das verwaiste Fuchsbaby Gina, das von Siglinde Klein liebevoll aufgezogen wird...
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N E U E S V O N G I N A
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Ein Bericht von Siglinde Klein
Damit Gina nicht alleine aufwächst, brachten wir sie mit unserem Kater Kimi zusammen. Gina freute sich sehr über einen Vierbeiner. Doch Kimi konnte am Anfang mit Gina nichts anfangen. Sie hätte so gerne mit Kimi gespielt, aber es gab ein Verständigungsproblem: Gina wedelte wie wild mit dem Schwänzchen, legte die Ohren an und hechelte mit dem Schnäuzchen, was in Kimis Katzensprache heißt: »Alarmstufe ROT!« Es hat schon etwas Zeit in Anspruch genommen, bis Kimi verstand, dass von Gina keine Gefahr ausgeht...
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Es muss schon ein lustiges Bild gewesen sein, wenn wir zu dritt im Wald unterwegs waren. Gina vorne weg, ich in der Mitte und Kimi zum Schluss. Gina war dann immer außer Rand und Band. Sie versuchte ständig, Kimi zu ärgern oder ihn aufzumuntern, etwas schneller zu laufen. Sie kam dann ganz nahe zu ihm, und wenn er versuchte sie zu fangen, verschwand sie ganz schnell rechts oder links in die Büsche, um ihm dann wieder aufzulauern und ihn zu erschrecken. Ich habe mich kaputt gelacht über die beiden und denke, wir hätten Kimi viel früher zu Gina bringen sollen. Absolut keinen Spaß verstand Gina, wenn es ums Essen ging und Kimi an ihren Teller wollte. Dann knurrte sie und gab ihm eindeutig zu verstehen, dass es ihres war. Sie stellte sich mit dem Hinterteil in seine Richtung und drohte ihm mit scharrenden Hinterpfoten. Gina lebt nun seit etwa zwei Monaten draußen im Wald. Sie kommt regelmäßig am Morgen und am Abend zum Essen, holt sich ihre Streicheleinheiten ab, bleibt dann für ein bis zwei Stunden oder die ganze Nacht und geht dann wieder. Wenn sie nicht zu spät am Abend kommt, gehen wir beide noch eine Runde spazieren und spielen fangen. Es ist einfach nur toll mitanzusehen, wie sie sich von einem kleinen 300 Gramm-Minifuchs zu einer wunderschönen Fuchsdame entwickelt hat! Vor einigen Wochen kam sie verletzt nach Hause. Sie hatte sich an einem Stacheldraht die hintere Pobacke aufgerissen. Die Wunde war mit Fell überklebt und sie hat uns erst nach ein Paar Tagen danach schauen lassen. Wir haben das Fell mit Wasser aufgeweicht, es mit einer Schere wegeschnitten - und trauten unseren Augen nicht, als wir sahen, wie tief und groß die Verletzung war. Am schlimmsten war, dass die ganze Sache eiterte und fürchterlich stank. Gina war so lieb und hielt ganz still, als würde sie merken, dass wir ihr helfen wollen. Gott sei Dank war meine Tierärztin noch in der Praxis. Die Wunde war sehr tief, die Tierärztin hat sie gesäubert und Gina ein Antibiotikum und eine Woche Hausarrest verpasst. Gina war so lieb und geduldig - kein Knurren, keinen Pieps hat sie von sich gegeben und alles über sich ergehen lassen. Schaut mal, was sie während ihres Hausarrests gemacht hat! Sie war der Meinung, dass das Bad neu dekoriert werden müsste. So hat sie ihre Kuscheldecke, das Spielzeug und all ihre Sachen ins Bad transportiert und dann die Toilettenrolle abgewickelt. Wir haben recht gestaunt, als wir nach Hause kamen und Gina so im Bad vorfanden. Sie ist ein so wunderbares und liebenswertes Wesen! Wir haben sie sehr in unser Herz geschlossen. Ich möchte alles tun, um das Image der Füchse zu verbessern...
Infos: Wir Füchse Marc Buchtmann Wilhelm-Raabe-Str. 16 32105 Bad Salzuflen Tel. +49-05222-807 18 11 www.wir-fuechse.de
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L E S E R B R I E F E
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In Gedenken an Bruno
Ihre Worte auf der ersten Seite Ihres wieder sehr guten und nachdenklich stimmenden Heftes 4/2006 kann ich nur voll und ganz unterstützen! Das schreckliche Ende des jungen Bruno hat mich sehr empört, und ich war zutiefst traurig! Man muss sein Andenken für immer bewahren. Und die unzähligen Tiere, die von den Jägern Jahr für Jahr getötet werden, tun mir in der Seele leid! Ich lehne wie Sie die Jagd grundsätzlich ab! Ich hoffe sehr, dass der Tod von Bruno Folgen für die verantwortlichen Politiker und Jäger hat. Ich wünsche dem nächsten Grenzgänger, dass bis zu seinem Erscheinen alle verantwortlichen Menschen dazugelernt haben und diesen Bären dann willkommen heißen! Ich finde Ihr großes Engagement für die Tiere hervorragend! Gerade jetzt, wo der Tierschutz wieder überall Rückschritte macht - was ich sehr schlimm finde! Ich versuche Tieren zu helfen, wo es eben geht - und sei es mit dem Einkauf von Produkten ohne Tierversuche, kein Pelz, keine Eier von armen Legehennen, kein Fleisch, keine Lederprodukte. Angelika Pohle, Mülheim/Ruhr
Bericht aus Ost-Kanada: Friedliches Nebeneinander von Bären und Menschen
Ich habe gerade ihren Bericht über Bruno gelesen. Was ich zu sagen habe, ändert natürlich nicht die Einstellung der Obrigkeiten, aber vielleicht »beruhigt« es die Fürsprecher der Tiere. Wir leben seit 1982 in Ost-Kanada (Neubraunschweig) und haben überall um uns herum Schwarzbären. Zu der Aussage von Minister Schnappauf (in »Freiheit für Tiere« 4/2006) »...Mountainbiker dem Bären bis auf 40m genähert ...durch ein kleines Wunder noch einmal gut gegangen« möchte ich Folgendes sagen: Mein jüngster Sohn und ich sind auf einem Waldweg beim Mountainbiking von einem Bären überrascht worden, oder besser gesagt, er ist von uns überrascht worden - beim Beerennaschen in den Büschen am Wegrand. Der Weg ist ca. zwei Meter breit, und fuhren nebeneinander her. Auf einmal waren wir zu dritt nebeneinander. Es war ein voll ausgewachsener Bursche, mit wenigstens einem Meter Schulterhöhe. Er lief um sein Leben und ließ uns schnell hinter sich (wir haben uns allerdings nicht angestrengt), und als sein Vorsprung groß genug war, überquerte er den Weg und verschwand in den Büschen. Erst als er weg war, fing unser Herz an zu klopfen. Unsere Provinz hat ungefähr 1/3 der Größe von Deutschland, mit einer Bevölkerung von ca. 700.000 Menschen und ungezählten Bären (Tausende). Es ist kein Fall bekannt, dass jemand durch einen Bären verletzt oder gar getötet wurde, obwohl sie genauso wie der Braunbär Allesesser sind und schon mal versuchen, einen Whitetaildeer zu erwischen. Unser Grundstück ist 16 ha groß, davon ist 1/3 bewaldet oder zugewachsen. Jeder Trip in den Wald zeigt Zeichen von heimlichen Besuchern wie Kothaufen oder umgedrehte verrottete Stämme. Sie kennen und besuchen unser riesiges Himbeerfeld und die wildwachsenden Apfelbäume. Trotzdem ist es praktisch unmöglich, sie zu Gesicht zu bekommen. Und das, obwohl sie hier nicht gejagt werden! Im »Baxter State Park« im benachbarten Maine (USA), ca. 20 x 30 km groß, gibt es Tausende von Besuchern jedes Jahr; dort leben 400(!)Bären. Seit Generationen fand keine Jagd statt, und es ist kein Fall bekannt von Angriffen auf Menschen. Kann es sein, dass es einfach das schlechte Gewissen der »fleischfressenden« Menschen ist, das ihnen im Unterbewusstsein die Angst eintreibt? Chris Bschaden, Ost-Kanada, per e-mail
13-jährige Vegetarierin
Hallo, ich bin 13 Jahre alt und Vegetarier. Ich esse kein Fleisch, weil ich es einfach furchtbar grausam finde, Tiere zu essen. Ich liebe Tiere! Man kann sich auch wunderbar vegetarisch ernähren, nur die meisten meinen, sie müssten jeden Tag ´ne halbe Sau umbringen, sonst würden sie verhungern. Ich würde es nie übers Herz bringen, ein Tier zu essen. Ich habe schon so viele Tierrechtsvideos gesehen, und ich denke, dass die meisten Leute einfach nicht wissen, wie grausam diese Tiere gehalten und geschlachtet werden. Die könnten genauso gut ihren Hund in einen kleinen Raum sperren, ihn mästen und ihm irgendwann bei lebendigem Leib die Kehle durchschneiden und verbluten lassen. Ich meine, so etwas macht doch niemand mit seinem Hund - wieso dann mit Kühen oder Schweinen? All die Leute, die diesen hilflosen kleinen Tieren einfach die Kehle durchschneiden, müssen keine Seele haben. Ich zumindest habe vor, für immer Vegetarier zu bleiben, und ich habe vor, meine Kinder auch vegetarisch zu ernähren. Melanie Kasender per e-mail
Aus Mazedonien
Liebe Tierfreunde, schon seit einigen Jahren verfolgen wir Ihre Tätigkeit und Einsätze im Bereiche des Tier - und Naturschutzes. Wir sind davon begeistert! Ihre Arbeit war ein großer Anstoß für uns in Mazedonien, einen Tier - und Naturschutzverein zu gründen, welcher schon seine ersten Aktivitäten entwickelt und auch die ersten positiven Ergebnisse erzielt hat. Wir haben u.a. eine Zeitung mit dem Namen »Eine Stimme für die Tiere« gegründet und schon die ersten fünf Nummern herausgegeben, jede Nummer mit ca. 2.000 Exemplaren. Wir unterstützen Ihre Aktivitäten, Einsätze, Demos u.s.w. für die Tiere, sie haben überall ein großes Echo. Verein »Herz für die Tiere« Skopje / Mazedonien www.srcezazivotnite.org.mk
Anmerkung zum Artikel »Du sollst nicht töten« in Ausgabe 4/06:
Beim Aufbruch ins 3. Jahrtausend wollte die »aufgeklärte« Gesellschaft die Chance nutzen, manche Politiker redeten sogar geschwollen von ganzheitlicher Schöpfung-Natur-Beziehung. Nach den paar seither vergangenen Jahren können wir im Sinne Friedrich Nietsches nur eines klar erkennen, nämlich dass »die Wüste wächst, weh dem, der Wüsten bringt«, und dass wir in tieftrauriger Verzweiflung unsere Arbeit für Tiere mit jedmöglichem Engagement mit noch viel größerer Kraft fortsetzen müssen. E. Zwicker, Arbeitsgemeinschaft Tier und Umwelt, Icking
Kein Kannibale mehr
Ich bin seit 3-4 Jahren Vegetarier, allerdings kein Veganer. Ich kam mir zuletzt wie ein Kannibale vor. Schon immer empfand ich Ekel, wenn zu Hause eine Gans, Pute o. ä. auf den Tisch kam. Da wurde mir besonders das erbärmliche Ende der Tiere bewusst. Eines Tages habe ich unter die Fleischfresserzeit einen Schlussstrich gezogen. Auch echtes Leder meide ich. Alexander Dietz per e-mail
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E I N W E I H N A C H T S G E D I C H T
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Von Ilka Renard
Wunderbare, verheißungsvolle, leuchtende Weihnachtszeit! Wie haben wir auf dich gewartet und jetzt sind wir bereit uns hinzugeben der Festtagsstimmung und all der Feierlichkeit.
Der Baum erstrahlt in hellem Glanz und im Ofen schmort die Weihnachtsgans. Von ihrem Leid wollen wir lieber nichts wissen, denn sonst könnte sich etwas regen wie ein Gewissen. Wir haben vorhin schon kurz an die Obdachlosen gedacht und das hat uns beinahe um die Festtagslaune gebracht. Schließlich ist eine Gans doch nur ein Tier und fühlt keinen Schmerz wie wir.
Dann hat sie eben nie die Sonne gesehn' und musste eingezwängt mit ihren Artgenossen auf einem Gitter stehn'. Haben sie sich in der unvorstellbaren Enge gegenseitig in das Gefieder gehackt, können wir nur hoffen, dass es nicht stört ihren Geschmack. Aber hungern musste sie nicht, wurde sie doch gefüttert in kürzester Zeit für ihr Maximalgewicht.
Schließlich wurde sie erlöst von ihrem Leiden und brutal an den Flügeln gepackt, vielleicht war einer gebrochen, da hat es so geknackt. Ab in kleine Käfige verpackt, schließlich am Fuß aufgehängt und mit dem Kopf durch ein Elektrobad gezwängt. Das war ihr Leben, o.k. es war nicht besonders geraten, aber dafür haben wir unseren Festtagsbraten.
Wunderbare, verheißungsvolle, leuchtende Weihnachtszeit! Erst wenn das Tierleid verschwindet von diesem Planeten bin ich bereit, mich hinzugeben der Festtagstimmung und all der Feierlichkeit.
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