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»Jesus lebte für Menschen und Tiere«
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Internationale Großdemonstration in München: Am Samstag, dem 2. September 2006 - eine Woche vor dem Papstbesuch - demonstrierten mehr als 500 Menschen unter dem Motto: »Jesus lebte für Menschen und für Tiere. Jesus starb für Menschen - und auch für die Tiere.«
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Während des Demonstrationszuges ertönten über drei Lautsprecherwagen verschiedene Spots: »Das millionenfache Leid der Tiere, ihre Leiden, ihre Qual müssen endlich ein Ende haben! Deshalb: Helft mit, den Mord an Menschen zu beenden! Helft mit, den Krieg gegen Menschen zu beenden! Helft mit, den mutwilligen Mord an Tieren zu beenden! Helft mit, den Krieg in Wald und Flur, in den Schlachthäusern und Laboratorien zu beenden!«
Nicht nur menschliche Stimmen hallten durch die Münchner Innenstadt, auch die von den »Esst kein Fleisch«-Demonstrationen bekannten Spots mit den Schreien der Tiere beim Geschlachtetwerden waren zu hören, verbunden mit den Aufforderungen: »Menschen, esst kein Fleisch!«, »Weg mit den Tierghetto-Wärtern!« und »Nieder mit den Schlachthöfen!«
Ausgerechnet an diesem Tag durchzog der erste Gammelfleisch-Skandal die Presse. So mancher Fleischesser war nun mit der Frage konfrontiert, ob vielleicht das Fleisch, das er vor kurzem aß, bereits ein vier Jahre altes Leichenteil war... Für die Demonstranten bot diese Tatsache die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass es sich bei Fleisch - gleich, ob 4 Tage, 4 Wochen oder 4 Jahre alt - immer um einen Tierkadaver handelt. Der sicherste Weg, sich vor Gammelfleisch zu schützen: »Esst kein Fleisch!« Während der Kundgebung auf dem Marienplatz konnte man sich durch vegetarische Sandwiches davon überzeugen, dass »Vegi-Fleisch« zudem viel leckerer schmeckt als Gammlfleisch...
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Es war ein kraftvoller Tag für die Rechte der Tiere - und für die Rehabilitation des großen Friedensbringers Jesus von Nazareth. Denn Jesus liebte die Tiere und tötete sie nicht. Auch seine Apostel und Jünger und die ersten Christen in den Urgemeinden waren Vegetarier...
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Was hat Tierschutz mit Jesus zu tun? Andrea Wasch vom Universellen Leben wies auf die Aussage des Jesus von Nazareth hin: »Was ihr dem geringsten meiner Brüder antut, das tut ihr Mir an.« Sie fragte: »Und wer sind die Geringsten? Sind es nicht gerade die, die in unserer Gesellschaft keine Stimme und keine Rechte haben - die Tiere?« Das Universelle Leben ist gegen jegliche Form des Tötens, denn kein Mensch kann einem Lebewesen – weder Mensch noch Tier – den Atem geben; deshalb hat nach Ansicht der Urchristen im Universellen Leben auch kein Mensch das Recht, einem Lebewesen den Atem zu nehmen.
Dank eines Grußwortes der Initiative Jüdischer Tierschutz erfuhren die Demoteilnehmer und Passanten auf dem Münchner Marienplatz, dass bereits das jüdische Religionsgesetz, die Halacha, die Jagd verbietet und dass in den fünf Büchern Mose, der Thora, das Jagen als ethisch nicht vereinbar mit dem Leben von Menschen dargestellt wird. Dr. Hanna Rheinz von »Tier im Judentum« machte deutlich: »Jagen ist Tierquälerei und fördert destruktive und lebensfeindliche Haltungen. Probleme zu lösen durch Ausmerzen, durch eine Ausrottungspolitik, die immer neue Gefahren, immer neue Opfer findet, lenkt ab von den eigentlichen Problemen. Politiker fordern Keulungsaktionen, und im gleichen Atemzug verurteilen sie zu Recht die Ausrottungs- und Endlösungspolitik des NS-Regimes.«
Warum von der Tierliebe Jesu im heutigen christlichen Abendland so wenig bekannt ist, obwohl der Tierschutz bereits im Judentum verankert ist, erklärte ein Grußwort von Roland Dunkel vom Arbeitskreis für humanen Tierschutz, der aufzeigte, dass die Bibel erst im dritten Jahrhundert zusammengestellt wurde und diese Texte von kirchlich ernannten »Correctores« verändert wurden: »Mit dieser Deformation urchristlicher Religion ist die wahre Botschaft Jesu nicht vereinbar.« In außerbiblischen Schriften seien zahlreiche Äußerungen Jesu enthalten, wonach der Mensch eben kein Fleisch essen soll. »Wir sollten die Botschaften Jesu beherzigen und dem Gebot `Du sollst nicht töten!´ endlich gerecht werden - allen vom Heiligen Geist im Stich gelassenen Interpreten zum Trotz!«
Der Journalist und Buchautor Matthias Holzbauer zeigte in seinem Redebeitrag auf, dass die ersten Christen Vegetarier waren und auch große Kirchenväter die vegetarische Lebensweise vertraten. In den ersten urchristlichen Gemeinden konnten z.B. Soldaten und Jäger nicht eintreten, solange sie diese Berufe ausübten. Matthias Holzbauer berichtete, dass der erste »Ketzer«, den die Kirche hinrichten ließ, bezeichnenderweise ein Vegetarier war.
Während also das Judentum und die ersten Urchristen die Jagd ablehnten, werden die Jäger und die Opfer ihrer Mordlust noch heute in Hubertusmessen gesegnet. Eine Delegation des Bayerischen Jagdverbandes durfte bei einer Audienz auf dem Petersplatz am 4. Oktober 2006 sogar in der 1. Reihe stehen, um den päpstlichen Segen zu empfangen - ausgerechnet am Welttierschutztag...
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B A R B A R A R Ü T T I N G :
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»Ich bin überzeugt, wenn Jesus heute leben würde, er wäre nicht Mitglied in den etablierten Kirchen, sondern er wäre heute hier bei uns auf dem Marktplatz. Er würde die Labortüren öffnen. Er würde Tiertransporte stoppen. Und er würde versuchen, dieses Leid der Tiere zu beenden. - Und dafür würden sie ihn als Sektenanführer verhöhnen und einsperren.«
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R E N A T A L Ö F F L E R
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vom Arbeitskreis für humanen Tierschutz schilderte ihren Kampf für die Tiere, den sie innerhalb der Kirche zu führen versucht hatte, der jedoch mit ihrem Austritt endete.
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S T E F A N E C K V O N A . K . T . E
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- Arbeitskreis Tierrechte und Ethik sprach davon, dass Jesus von Nazareth die Menschen aufforderte, ihre Nächsten zu lieben wie sich selbst, und dass zu diesen Nächsten auch die Tiere gehören.
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Daniel Zopfi und Hermann Dürr von der Gabriele-Stiftung zeigten die Alternative auf: den urchristlichen, friedfertigen Umgang mit der Schöpfung Gottes. Die Gabriele-Stiftung schafft im großen Stil Lebensräume für Wildtiere. Auch vor dem Schlächter oder aus tierquälerischen Verhältnissen gerettete Weidetiere finden hier eine neue Heimat.
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