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Bürger wehren sich gegen Jäger

J Ä G E R L A T E I N   I M   R Ü L Z H E I M E R   W A L D 



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Die »Wildschweinschwemme« ist von den Jägern hausgemacht - auf ein erlegtes Wildschwein kommen 250 kg Mais. Viele Reviere scheinen »Wildschwein-Peppelgehege« zu sein - damit der Jäger immer genug vor die Flinte bekommt...



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Spaziergänger dokumentierten massenhafte Verstöße: Schlachtabfälle als »Kirrung« - wegen Seuchengefahr verboten



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Horroszenario im Wald: Spaziergänger fanden ein totes Reh (oben) und ein totes Wildschwein (unten) an einem »Luderplatz«. Damit wollen die Jäger Tiere anlocken, um sie zu erschießen.



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Riesige Futtermengen direkt vor dem Hochsitz des Jägers...



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Spaziergängern im Rülzheimer Wald fielen massenhaft Futterstellen auf, oft direkt vor einem Hochsitz. Was auf den ersten Blick vielleicht wie »Tierliebe« und »Hege und Pflege« aussehen mag, hat in Wirklichkeit den Tod von Tieren zum Ziel - und es zerstört das ökologische Gleichgewicht. Weil Jäger gerne Wildschweine schießen, diese Tiere aber in der Regel schlauer sind, versuchen die Jäger Wildschweine mit Futter anzulocken, um sie vor die Flinte zu bekommen. Diesen »Trick« nennt der Jäger »Kirrung«. Und weil Jäger gerne viele Tiere vor die Flinte bekommen möchten, sorgen sie für die Vermehrung der Wildschweine. Auf der einen Seite zerstört das massenhafte Totschießen die natürliche Sozialstruktur der Wildschweine, was bei den Tieren zu einer rasanten Vermehrung führt. Selbstverständlich sind die Jäger dann gerne bereit, diese (hausgemachte!) Vermehrung wieder zu dezimieren. Auf der anderen Seite sorgen die Jäger mit unvorstellbaren Futtermengen für die Vermehrung der Tiere. Die Wildforschungsstelle Aulenbach stellte fest, dass auf ein erlegtes Wildschwein 250 kg zugefütterter Mais kommt.

Da diese ungeheuren Mastfuttermengen, die jährlich in die Natur gekarrt werden, für das überall beklagte »Wildschweinchaos« verantwortlich sind, haben die Bundesländer Verordnungen über die Fütterung und Kirrung erlassen. Die Fütterung wurde außer in Notzeiten (geschlossene Schneedecke) verboten, und für die »Kirrung« wurden strenge Regeln erlassen. So darf in Nordrhein-Westfalen pro Kirrstelle nur 1 Liter Kirrmittel ausgebracht werden. Doch Papier ist bekanntlich geduldig...

Im Rülzheimer Wald dokumentierten aufmerksame Spaziergänger massenhafte Verstöße gegen die geltenden Verordnungen. Doch das war nicht alles: In dem kleinen Wald wurden überdurchschnittlich viele Bäume gerodet. Die Spaziergänger wurden das ungute Gefühl nicht los, dass man hier bewusst die Sicht für die Jäger freimachte, um dem Wild die Sicherheit im Walddickicht zu nehmen. Freie Bahn für das ungestörte Schießvergnügen?

Willi Schuppert brachte dann den Stein ins Rollen: Er dokumentierte die verbotenen Jägerpraktiken und wandte sich an Margit Conrad, Ministerin für Umwelt und Forsten (siehe Kasten rechts). Er führte die Untere Jagdbehörde zu verbotenen Kirrungsstellen. Die Behörde versicherte ihm, gegebenenfalls Geldstrafen gegen die betroffenen Jäger zu verhängen. Die Presse griff den Skandal auf und berichtete mehrfach in großem Stil. Nun sehen die Jäger ihr ohnehin schon angeschlagenes Image in Gefahr...



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B R I E F   V O N   W I L L I   S C H U P P E R T   A N   M I N I S T E R I N   C O N R A D : 

Sehr geehrte Frau Ministerin Margit Conrad,

seit vielen Jahren bin ich ehrenamtlicher Mitarbeiter bei vielen Tier- und Naturschutzorganisationen. Mehrere Wochen im Jahr befinde ich mich auf Vogelschutzcamps im südeuropäischen Raum (Norditalien, Malta, Ischia, Zypern...), um gegen illegalen Vogelfang und Jagdvergehen vorzugehen. So habe ich mich in den letzten Jahren immer mehr ins deutsche Jagdgesetz eingearbeitet.

Bei meinen Wanderungen und Radtouren in weiten Bereichen des Pfälzer Waldes habe ich Kirrungsplätze gefunden, die trotz des Verbotes von Seiten Ihres Ministeriums seit September 1995 mit Mais, Brot, Äpfeln und Schlachtabfällen bestückt wurden, deren Menge weit über den erlaubten einen Liter pro Kirrungsplatz hinausgehen, teilweise gar an die Zentnermarke reichen (siehe beiliegende Fotos).

Dieses verantwortungslose und gesetzeswidrige Handeln habe ich im Januar 2006 beim Auffinden eines von etlichen Greifvögeln angefressenen Rehes und eines hingeworfenen toten Nutrias vor einem Hochsitz in Herxheimweyher der Unteren Jagdbehörde in Landau/Pfalz bei Herrn W. gemeldet. Zuvor hatte ich diese Fundstelle zusammen mit Polizeibeamten, die sichtlich entsetzt waren, aufgesucht und fotografisch festhalten lassen und um Weiterleitung an die Untere Jagdbehörde gebeten, was auch geschehen ist. Ich habe Herrn W., der selbst Jäger ist, auf das Tierkörperbeseitigungsgesetz und das Tierseuchengesetz aufmerksam gemacht und ihn gebeten, diese Angelegenheit im Hinblick auf die Vogelgrippe an das zuständige Veterinäramt weiterzuleiten. Bei einem späteren Anruf in Bezug auf diese Meldung erklärte mir Herr W. auf barsche Art und Weise, dass er wüsste, was er zu tun habe, und dass für ihn der Fall abgeschlossen sei. Meiner Meinung nach ist dieser Fall jedoch noch nicht abgeschlossen, und ich werde in den nächsten Tagen Anzeige erstatten.

Nach weiteren Wanderungen in anderen Waldbezirken bin ich mit einer Wanderkameradin im Rülzheimer Wald, Kreis Germersheim, auf Fütterungsstellen gestoßen, die zu meiner großen Überraschung mit großen Mengen an Weizen, Mais, Äpfeln, Brot, Schlachtabfällen bestückt waren. Mir scheint es sich hier um eine regelrechte Mast zu handeln, und so muss man sich nicht wundern, wenn die Wildschweinpopulation explodiert. Diesen Fund habe ich fotografisch festgehalten und bei der Unteren Jagdbehörde in Germersheim Anzeige erstattet. Der zuständige Beamte der Unteren Jagdbehörde, Herr S., war sichtlich überrascht ob dieser Berichte und der ihm vorgelegten Fotos und hat sich sofort bereit erklärt, mit mir und einer weiteren Zeugin eine Waldbegehung durchzuführen. Herr S. war sehr aufgeschlossen und freundlich und nahm die Hinweise gerne auf und fotografierte seinerseits die Fundstellen. Der Beamte konnte sich selbst von der Zahl der nicht eingetragenen und nicht ordnungsgemäßen Bestückung der Kirrungsstellen überzeugen.

Ich bitte Sie, Frau Ministerin Conrad, und Ihre Mitarbeiter im Ministerium, den weiteren Verlauf dieser Angelegenheit zu verfolgen und im Sinne des Gesetzes regelnd einzugreifen. Circa 6.120 Unterschriften von Jägern sind bei Ihnen eingegangen gegen das Kirrungs- und Fütterungsverbot. Sollten diese Unterschriften die im Sinne des Naturschutzes vernünftigerweise erlassenen gesetzlichen Bestimmungen schon unterwandert haben?

Konstruktiver Vorschlag: In vielen europäischen Ländern gibt es bereits Jagdaufseher, sodass es dort zu solchen Missständen und Gesetzeswidrigkeiten gar nicht erst kommen kann.

Wir werden als Bürger immer wieder zur Aufmerksamkeit und Zivilcourage aufgerufen und wollen in gemeldeten Fällen dann auch wirklich ernst genommen werden.



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V O N   J Ä G E R N   G E F Ü R C H T E T , 



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V O N   T I E R S C H Ü T Z E R N   S E I T   L A N G E M   E R W A R T E T : 

Das neueste Buch von Wilhem Pröhl.

»Ein Forstunternehmer: Jäger, du bist hier unerwünscht!«
In 40 Jahren als Forstunternehmer hatte er häufig Einblicke in jagdliche Greueltaten.
Daher geht er in seinem Buch scharfzüngig mit den Lustmördern ins Gericht.

270 Seiten, 210 Bilder, Hardcover mit Schutzumschlag, 27 Euro
ISBN 10: 3-00-019048-01 / ISBN 13: 978-3-00-019048-3
Bestellungen an den Verlag:
www.against-hunting.de
e-mail: post@against-hunting.de
oder in allen Buchhandlungen



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Z U M   W E L T T I E R S C H U T Z T A G : 



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6 0 .   A N T I - J A G D - D E M O   I N   B E R L I N 

Welttierschutztag, Oktober 2006 in Berlin:
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd ging zum 60. Mal in Folge für eine Natur ohne Jagd auf die Straße - wie jeden 1. Samstag im Monat.



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»Jahr für Jahr ballern Jäger in Deutschland über 5 Millionen Wildtiere tot«, sagt Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. »Für das einzelne Tier ist dies meist mit furchtbaren Qualen verbunden, die im Grunde gegen das Tierschutzgesetz verstoßen - von dem die Jäger bezeichnender Weise ausgenommen sind - und die durch nichts zu rechtfertigen sind.« Denn die Jagd ist aus ökologischer und biologischer Sicht nicht notwendig - ganz im Gegenteil: Jagd schädigt mehrfach das ökologische Gleichgewicht.

Im Zuge der Föderalismusreform wäre es zudem endlich an der Zeit, die europäische Rechtssprechung in deutsches Recht zu übertragen und damit die Zwangsbejagung abzuschaffen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschied bereits im Jahr 1999, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, wenn ein Grundstückseigentümer seinen Grund und Boden gegen seinen Willen bejagen lassen muss - wie es in Deutschland durch die Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften immer noch der Fall ist.

Aus diesem Grund demonstrierten zum Welttierschutztag Tier- und Naturschützer von über 25 Organisationen für eine Natur ohne Jagd. Sie zogen vom Berliner Dom über »Unter den Linden« bis vor das Brandenburger Tor. Es war bereits die 60. Demo in Folge - die erste Anti-Jagd-Demo hatte im Oktober 2001 stattgefunden.

Musikalische Unterstützung kam von der Tierrechtsband AJ-Gang - mit einem Live-Konzert vor dem Brandenburger Tor.



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www.aj-gang.de

AJ-Gang - DIE Tierrechtsband



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» D O R N E N K R O N E   D E R   S C H Ö P F U N G « 

Von Ulrich Dittmann, Arbeitskreis für humanen Tierschutz und gegen Tierversuche e.V., zur 60. Anti-Jagd-Demo

Es ist schon schlimm, welch üble Fehler der liebe Gott bei seiner Schöpfung gemacht hat und neben bösartigen, konkurrierendem Raubzeug wie Füchsen, streunenden Hunden und Katzen, Grünzeug äsendem Rehwild, gar auch wühlende Wildschweine und andere störende Tiere schuf.

All dieses Versagen muss die »Dornenkrone der Schöpfung im grünen Metzgergewand« nun mühsam mit Fallen, Schießeisen und über 1000 Tonnen Blei jährlich ausbügeln!?

Oder ist es nur die pure Lust am Töten, ein Überbleibsel unbewältigter Neandertal-Mentalität? Mit im Jagdfieber zitternder Hand werden so Tiere umgemäht, krüppelig geschossen - sterben qualvoll mit zerfetzten Läufen und durchlöchertem Torso oft erst nach Tagen, Wochen oder Monaten.

»Gewehr in der Hand, Hund an der Seite, dies verleiht dem Waidmann das Gefühl der Macht über Leben und Tod. Jäger haben im Gegensatz zu nicht jagenden Menschen ein großes Machtstreben, sie sind aggressiver und sadistischer. In Ermangelung anderer Bestätigung findet der Jäger im Jagen persönlichen Stolz, Erfüllung und Selbstbestätigung« - so nachzulesen in der Dokumentation »Die Sache mit dem Waidwerk« von Horst Hagen.

Der seinen Killerinstinkt mittlerweile beherrschende Normalbürger steht absolut verständnislos vor dieser mit viel Brimborium verbrämten Lust und Freude am Töten.

Die Empörung wächst. Immer mehr Bürger sind aufgeklärt, wissen um das anachronistische, lebensverachtende Tun der Grünröcke. Und deshalb protestieren - wie nunmehr seit 5 Jahren monatlich in Berlin - auch immer mehr Menschen gegen dieses unsinnige, groteske Abmurksen von Tieren in Wald und Flur!

Danke an Kurt Eicher, den so engagierten, beharrlichen Initiator dieser Demo! Danke an alle Tierschutzvereinigungen und Einzelkämpfer für mehr Tierrechte, die den manchmal weiten Weg nach Berlin nicht gescheut haben! Danke an alle Teilnehmer! Die Tiere, die Ärmsten der Armen, bedürfen unser aller Solidarität und Hilfe!



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B U N D E S W E I T E   A N T I - J A G D - D E M O S ! 

Jeden 1. Samstag im Monat!

Informationen über Treffpunkt und Route:

Initiative zur Abschaffung der Jagd
Kurt Eicher
Derfflingerstr. 2
74080 Heilbronn
www.abschaffung-der-jagd.de
www.anti-jagd-demo.de



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N A T U R   O H N E   J A G D 



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