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Verlag Das Brennglas


Leser bitten um Hilfe für Tiere

H A U S   F Ü R   K A T Z E N   G E S U C H T ! 

Wer hat ein Herz für Tiere und hilft mir?

35 Katzen mit Frauchen (49 J.) suchen verzweifelt gleichgesinnte tierliebe Menschen mit Hof, Haus, Grundstück, Garten. Wir können in unserer jetzigen Unterkunft nicht mehr bleiben.

Bitte rufen Sie mich an unter der Tel. Nr. 09365/897932
Rita Krückel



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F R E I L A N D - H Ü H N E R   S O F O R T   W I E D E R   I N S   F R E I L A N D   Z U R Ü C K ! 

Hühner-Freiland-Hof
Oberurbach 25
88339 Bad Waldsee
Tel.:07524-906886
Mail: info@huehner-freiland-hof.de
www.huehner-freiland-hof.de

Schluss mit der manipulierten Vogelgrippe-Hysterie:

Freiland-Hühner sofort wieder ins Freiland zurück!



Bad Waldsee, im April 2006



Am 14. Mai 2006 werden wir die Aufstallung unserer Hennen beenden und den Tieren wieder ihren gewohnten Gang ins Freiland ermöglichen.

Die Öffnung der Ställe soll im Rahmen einer möglichst großen Demonstration bei zahlreicher Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit erfolgen.
Vor allem auch Repräsentanten und Mitglieder von Tierschutz-Organisationen, mitbetroffene Berufskolleg(inn)en, sowie Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, an diesem „Tag des zivilen Ungehorsams gegenüber staatlicher Willkür“ auf unseren Hühner-Freiland-Hof zu kommen.
Mit Ihrem Besuch unterstützen Sie nicht nur uns und alle anderen Freilandhof-Betreiber, Sie machen vor allem deutlich, dass Ihnen die Freilandhaltung von Legehennen in Deutschland grundsätzlich und damit eine üble Zukunft dieser Tiere als beliebig verwendbare „Produktions-Einheiten“ nicht gleichgültig ist.

Die Regie, ein Mix aus Zufall und schon längst angedachter Politik, hätte nicht besser funktionieren können, so makaber das auch klingen mag. Die Vogelgrippe in Deutschland einerseits und das drohende Legehennen-Käfigverbot zum 01.01.2007 als Schreckgespenst im Nacken der Legebatterie-Barone andererseits. Der erste Schritt zurück ließ nicht lange auf sich warten: Der Bundesrat beschloss auf Antrag einiger Bundesländer die so genannte „Kleinvoliere“ als Ersatz für den bisherigen Qual-Käfig alter Konzeption und preist diesen haarsträubenden Etiketten-Schwindel unisono mit der Bundesregierung und dem Deutschen Bauernverband auch noch als „tierschutzfortschrittliche“ Alternative.

Die unbestreitbare Tatsache, dass dieser scheinheilig umbenannte Käfig mit einer Handbreit Fläche mehr pro Henne nichts, aber auch gar nichts mit einer Voliere zu tun hat, sondern ebenfalls nur ein übler Käfig ist, wird nach einschlägig bekannter Polit-Manier einfach unter den Teppich gekehrt.

Der zweite Schritt passt natürlich nahtlos in das gleiche Raster:
Bundesminister Horst Seehofer verlängert unter Hinweis auf die Vogelgrippe und den „Schutz“ der gefiederten Nutztiere die Stallpflicht für Legehennen auf unbefristete Zeit.

Ohne mit der Wimper zu zucken werden die Grundgesetzlichkeit des Tierschutzes und das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in einem Aufwasch vom Tisch gefegt. Und mit Ausnahme des Ministerpräsidenten Kurt Beck aus Rheinland-Pfalz kräht kein Politik-Hahn danach.
Eine moralische Bankrott-Erklärung, wie sie nicht schlimmer sein könnte.
Von Glaubwürdigkeit der Regierenden in Sachen „Tierschutz“ kann ohnehin keine Rede mehr sein.

Was bedeutet dies für die Alltagsrealität? Die Freilandhaltung für Legehennen in Deutschland ist damit de facto bis zum Sankt Nimmerleins-Tag beendet.

Ganz abgesehen davon, dass an Freiland gewöhnte Legehennen einer unbefristeten Aufstallung und dem damit verbundenen enormen Streß nicht gewachsen sind und ihre durch die Freilandhaltung bessere gesundheitliche Widerstandskraft zunichte gemacht wird. Abgesehen von der völlig existenziellen Bedrohung der betroffenen Hühnerhalter.

Wir haben vor 10 Jahren aus tierschutzideellen Gründen mit der Freilandhaltung von Legehennen begonnen und unserem Betrieb mit inzwischen 7.000 Tieren im Laufe der Zeit ein wirtschaftlich tragfähiges Fundament gegeben.

Kommen sie bitte zahlreich und demonstrieren Sie damit gegen eine nur noch technokratische Politik, dass auch Legehennen keine „Maschinen“ in Fabrikhallen, sondern schützenswerte Mitgeschöpfe sind!
Zeigen Sie der deutschen Länderkammer und dem „Tierschutz“-Minister Seehofer, der seinen Amtseid nicht in vollem Umfang kapiert hat, unmissverständlich die rote Karte!



Standort des Hühner-Freiland-Hofes:
Bad Waldsee, Teilgemeinde Oberurbach 25, Ortsende,
Zufahrt und Parkmöglichkeiten
sind beschildert.

Beginn: 13.00 Uhr

Um eine möglichst reibungslose Organisation gewährleisten zu können, bitten wir Einzelpersonen, Gruppen, Tierschutzvereine und -organisationen, Pressevertreter usw. um kurze Rückmeldung.

Mit zu dieser Demonstration rufen bisher auf:

Arbeitsgemeinschaft Artgerechte Nutztierhaltung e.V., Hamburg
Bündnis90/ Die Grünen, Bad Waldsee
Hühner-Freiland-Hof, Bad Waldsee
PETA Deutschland e.V. Gerlingen
Verein Tier und Mensch e.V., Berlin u. Kontaktbüro Bodensee


Eine wichtige und dringende Bitte:
Verbreiten Sie diesen Aufruf im Originaltext über alle Medien ( Internet, Zeitungen, Vereins-Mitteilungen, Lokal-Rundfunk usw.) bringen Sie ihn in Ihren E-Mail-Verteiler ein, sorgen Sie für Aufmerksamkeit, wo immer Sie können!



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N O T F A L L !   P L A T Z   F Ü R   S C H A F E   G E S U C H T 

Skudden (kleinste deutsche Schafrasse) an gute Plätze abzugeben!

Raum Fürstenfeldbruck, Tel. 0179/9035289

21.2.2006



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H I L F E   F Ü R   S T R A ß E N H U N D E   I N   Ä G Y P T E N 

DIES IST EIN AUFRUF AN ALLE HUNDEFREUNDE DIESER WELT!

Schon vor langer Zeit überredete mich mein Freund, mit nach Ägypten
zu fliegen, da seine Eltern dort auf dem Land ein Haus besitzen und
Sie uns oft dorthin eingeladen haben.
Waren Sie schon mal in Ägypten? Nein? Ich jedenfalls wäre niemals dort hingeflogen, da ich Vorurteile über die dortige Mentalität hatte. Doch der Hauptgrund meines Stäubens, war meine Tierliebe und die Tante meines Freundes namens Hilde, die neben seinen Eltern (Gerd und Ilona) ein Haus hat. Alle, die dort waren, erzählten mir Schauergeschichten über sie. Diese Frau rettet Straßenhunde, doch leider besitzt sie eine kranke Anschauung, was ihre Hunde und deren Rettung anbetrifft. Also, vor ca. zwei Wochen ergab es sich dann schließlich, dass mein Freund und ich unseren Urlaub in Ägypten verbrachten. Ich versprach mir, nichts mit der Tante zu tun zu haben und mich von ihrem Grundstück und somit dem Hundeelend dort fern zuhalten. Ich dachte blauäugig, so könnte es vielleicht doch noch ein schöner Urlaub werden. Doch wie ich es fertig bringen soll in der Realität, Elend zu übersehen, daran dachte ich nicht. Natürlich kam es in der Wirklichkeit ganz anders als ich es mir ausgemahlt hatte!
Endlich, mitten in der Nacht in Kairo angekommen, wurden wir schon auf dem Flughafen von Ilona und Gerd sehnsüchtig erwartet. Zusammen fuhren wir nach El Katathba zum Haus der Eltern. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich sah in dieser Nacht nicht viel von Ägypten, aber was ich sah, war überwältigend anders als das, was ich bisher kannte.
Nach den vielen Eindrücken schlief ich sofort nach der Ankunft in dem Ferienhaus ein.
Am nächsten Tag wollte natürlich Hilde uns sehen, vor allem mich da sie mich noch nicht kannte, aber ich ging die Umgebung erkunden. Ein paar Tage konnte ich ausweichen, aber was dann?
Als ich dann wieder zum Haus zurückging, war sie schon fort, doch etwas blieb zurück. Und als es mich sah, tänzele es auf mich zu. Gaisali, die Süße, sie freute sich und hoffte so sehr ein paar Streicheleinheiten zu erhaschen, dass nicht nur das Schwänzchen kreiste, sondern das ganze Hundi wackelte. Das war`s, und ich warf alle guten Vorsätze fort. Wir stürzten sozusagen aufeinander und schmusten eine Ewigkeit miteinander. Sie war so glücklich, endlich jemand der sie streichelt. Leider musste sie sich die ganze Zeit kratzen, so dass sie sich mehr kratzte, als das ich sie streichelte. In ihrem Fell entdeckte ich lauter ekelige, Daumennagel große Parasiten! Sie tat mir echt leid, wenn ich mir vorstelle wie unangenehm es sein muss, diese Parasiten einfach nicht loswerden zu können. Also machte ich mich auf ins Haus, und erzählte es Ilona und Gerd. Sie gaben mir Biotex gegen das Ungeziefer. Sie erzählten mir auch, dass sie nicht mehr nachkommen mit dem „Entviechen“ von den Hunden. Ilona sagte mir auch, sie weigere sich mittlerweile die Hunde anzufassen oder sie in ihre Nähe zulassen, da die Parasiten Krankheiten übertragen und sie sich einige Male angesteckt habe. Auch erfuhr ich, dass diese Dinger in Gaisalis Fell, Fellfliegen sind. Diese ekeligen Dinger sehen ähnlich aus wie Fliegen, haben aber die Eigenschaften von Zecken. Ich schnappte mir das Biotex und ging auf die Suche nach Gaisali. Sie wartete schon vor der Haustür, dass ich sie damit behandelte, gefiel ihr gar nicht, sie rannte davon. Ob es ihr gefiel oder nicht: ab da behandelte ich sie jeden Tag. Ein paar Tage später kratzte sie sich nicht mehr und bekam Streicheleinheiten sogar von Ilona, worüber sie sich unglaublich freute. An demselben Abend einige Zeit später jedoch ereignete sich ein Unglück. Ich saß draußen, auf der Terrasse, als ich ein Gewimmer und Gejaule hörte, das bis zu uns hinüber hallte. Was sollte ich machen, es hörte sich so jammervoll an, das ich nach ein bisschen zögern, doch zur Taschenlampe griff und mich zur Hildes Grundstück schlich. Das Gewimmer wollte nicht abebben, und so hörte ich genau von wo es herkam, aber dort angekommen, wurde es plötzlich still und ich fand nichts, so sehr ich auch suchte. Vielleicht, dachte ich, habe ich mich nur getäuscht und machte mich auf den Heimweg. Diese Nacht schlief ich schlecht, ich dachte an das Gejaule. In der Früh schlich ich ein weiteres Mal hinüber, um fest zustellen, ob alles in Ordnung ist. Ich sah sehr viele Hunde, einige von ihnen hatten teilweise kein Fell mehr, und verdammt viele Katzen, und noch mehr Welpen! Eines davon kauerte abseits, zusammengerollt vor meinen Füßen. Ich berührte das
kleine Fellknäuel zu meinen Füßen und hob es hoch. Es schrie erbärmlich, bis ich sah warum. Ich erschrak zutiefst, die kleinen Beinchen kaum dicker als meine eigenen Finger, wiesen mehr als ein Zentimeter tiefe Wunden auf, in denen Parasiten krochen und aus denen Eiter quoll! Wie betäubt rannte ich das kleine armselige Bündel im Arm zu Ilona und Gerd. Mit Tränen in den Augen hielt ich das Tierlein Gerd vor die Nase. Das einzige, was ich hervor brachte, war: „Habt ihr Medikamente?“ Gerd sah mich nur fragend an. Dann sah er die Beinchen! „Oh, die Medikamente sind im Bad“, sagte er schnell. Mein Freund kam herbei geeilt, und wir legten das kleine Bündel auf ein Handtuch in die Sonne. Dann holte er die Arzneien und wir versorgten die Pfötchen. Das Kleine schlief sofort in der warmen Sonne ein. Ich beobachtete ihn dabei, es schnarchte und knurrte im Schlaf, aber nicht nur das, beim genauen Hinsehen sah ich Ungeziefer über seine Nase laufen, und in seinen Augenwinkeln. Es waren nicht wenige, sein Fell wuselte. Die Haut war komplett aufgebissen von den Parasiten, es gab keine Stellen ohne Bisse! Wir beschmierten das kleine Knäuelchen mit Biotex. Der Kleine war so erschöpft, das er davon nichts mitbekam. Er schnarchte selig weiter. Ich hielt bei ihm Wache, falls er aufwachte. Inzwischen gab Robert ihm den Namen „Balu“, er, der schon unsere Laila nach Deutschland mitgebracht hatte, der eigentlich keinen Hund mehr wollte. Er fragte, ob ich das kleine Würmchen mitnehmen wolle. Ich wusste nicht einmal, was ich als nächstes mit ihm anfangen sollte. Als es dann Abend und frostig wurde, beschloss ich Balu zurück zu seinen Geschwisterchen und Mama zu bringen. Er zitterte schrecklich, seine Familie konnte in diesem Fall ihn am besten wärmen. Als ich das kleine Welpchen nach Hause gebracht hatte, ging ich schweren Herzens ins Haus zurück. Am Tisch saßen Robert und seine Eltern, sie erwarteten mich bereits. Wir diskutierten eine Ewigkeit, was wohl ambesten wäre für den kleinen Hund und wie die Lange der anderen Hunde gebessert werden könnte. Das Problem ist, dass Hilde mehr als zwanzig Hunde hat und fünf Hündinnen geworfen haben. Und die Hilde? Na ja, die holt sich neue Hunde von der Straße und das Elend nimmt wieder seinen Lauf. Alle Leute, die zu Besuch da waren, Ilona, Gerd, auch Robert versuchten auf alle denkwürdigen Weisen, mit ihr zu sprechen, versuchten ihr nahe zu legen, dass das, was sie mit ihrer so genannten Tierliebe anrichtet, nicht tragbar ist. Doch leider ohne Erfolg. Die meisten probierten einen Hund mit zu nehmen. Ich allein kenne davon drei, wie unseren Hund in Deutschland. Jetzt verstehe ich auch, warum mein Freund damals einen Hund aus Ägypten mitbrachte, obwohl er mit Hunden nicht sehr viel anfangen kann. Es hört sich bescheuert an, aber in unserer Ohnmacht dachten wir sogar darüber nach ob es gut war, ihren Hunden das Leben zu retten, vielleicht wären sie tot besser dran. Aber jemanden verrecken zu lassen - nein, das bringt man nicht übers Herz! Die Stimmung wurde immer bedrückter und resignierter, als wir uns weiter den Kopf zerbrachen. Wer würde schon so viele Hunde aufnehmen? Aber ich wollte auf keinen Fall aufgeben und einen Hund mit nach Hause nehmen und die Sache vergessen.
In der Früh am nächsten Tag besuchte ich den kleinen Balu und nahm ihn noch mal zum Verarzten mit. Er schlief wieder den ganzen Tag in der Sonne. Indessen befreite ich alle Welpen und die Hunde, die ich einfing, von ihrem Ungeziefer. So verging der Tag. Spät nachmittags überwand ich meine Zweifel, packte den letzten Welpen den ich entviechte und ging mit ihm zur Hilde. Sie stand im Garten und freute sich sichtlich über meinen Besuch. Bis ich das Bündel aus dem Handtuch wickelte. Das weiße Handtuch war übersäht von, sich krümmenden Parasiten. Dies konnte sie unmöglich ignorieren, dieses Mal gab es keine Ausreden mehr. Ich berichtete ihr auch von dem kleinen armen Balu, sie schien sichtlich etwas irritiert und erschrocken. Dies war mein erster Erfolg. Ich zeigte ihr auch die Ohren vom Welpen, die voll von Ohrmilben waren, und erklärte ihr, dass dies sehr schmerzhaft für die Tiere ist, da sich diese Parasiten durch den Gehörgang fressen. Sie sagte mir, dass eine ihrer Katzen das auch hat und sie sie behandeln wolle, sie zeigte sie mir. Diese Katze schien unter einer motorischen Störung zu leiden, ihr Gang war schief und stockend. Als ich Hilde darauf ansprach, berichtete sie mir, dass diese Katze vor kurzem krank war. Ilona erzählte mir später, dass dies eine Art Gehirnhautentzündung ist, die die hier heimischen Parasiten übertragen. Meine restliche Zeit in Ägypten kümmerte ich mich um die Hunde. Wie ein Wunder half Hilde manchmal mit, sie kam zu mir und erzählte, dass sie den Tieren die Ohren behandelt hat. Auch zu meiner Freude wurde Balu langsam aber sicher gesund. Als Gaisali sich einen Knochen tief in den Gaumen rammte, gingen Hilde, Robert und ich zum Tierarzt. Ein paar Tage später kam Hilde zu mir und drückte mich und bedankte sich bei mir, dass ich mich so sehr um ihre Hunde kümmere, was mich schon sehr freute. Sie sagte, dass einige Nachbarn ihre Hunde nicht mögen und einige schlimmen Dinge passiert seien. Ganz vorsichtig versuchte ich ihr zu erklären, dass sie einfach zu viele Hunde hat. Zur meiner Überraschung sagte sie, dass es ihr über den Kopf wächst und sie nie so viele Hunde haben wollte. Höchstens nur fünf. Ich schlug ihr die Sterilisation vor. Sie willigte sogar ein, sie sagte, es wäre vielleicht eine Überlegung wert.
Doch leider ist es nicht einfach eine Sterilisation durch zu führen, da kein Moslem einen Hund anrührt. Vom Glauben her ist in diesem Land ein Hund ein unreines Tier. Wenn sie doch dieses unreine Tier berühren, müssen sie sich erst stundenlang waschen, damit sie wieder rein sind. Der Tierarzt, der Gaisali behandelt,e hat ihr nur mit spitzen Fingern und Handschuhen eine Spritze verpasst und mit der Zange den Knochen entfernt. Dieser Tierarzt operiert keine Hunde. Der einzigen Tierarzt, den ich fand und der der auf Hunde spezialisiert ist, sitzt in Kairo. Auch bestimmte Medikamente gibt es bei den Ärzten nicht auf Vorrat, die müssen in Kairo bestellt und besorgt werden, was sich ein paar Tage hinzieht.
Da wir leider nur noch zwei Tage in Ägypten waren, blieb leider nicht genug Zeit für dieses Vorhaben. Am letzten Tag verabschiedete ich mich von allen Hunden, vor allem von Balu, der mich mittlerweile schon erkannte und immer freudig auf mich zu lief. Ich konnte ihn leider nicht mitnehmen, da er noch zu jung war und seine Mama und Geschwister brauchte. Außerdem würde ich damit riskieren, dass er hier in Deutschland erst einmal neun Wochen in die Qurantäne müsste.
Ich verabschiedete mich auch von Hilde. Ich versprach ihr, sobald wie möglich, wenn ich genug Geld zusammen bekommen werde, zurückzukommen für zwei Wochen um ihr noch mal mit ihren Hunden zu helfen. Ich sagte ihr, ich würde versuchen Medikamente mit zu bringen und dann den kleinen Balu mitnehmen. Sie freute sich sehr über meine Vorschläge, und sagte, ich sei immer willkommen!

Nun bin ich hier in Deutschland, weit weg von diesem Elend, und ich muss Ihnen sagen, dass mir das Erlebte nicht loslässt. Oft liege ich wach, kann nicht schlafen. Das Bild von Balu und dem Elend ist tief in mein Gedächtnis gebrannt. Ich kann nicht anders, ich muss zurück. Ich möchte mit ein bisschen Geld und Medikamenten zurück kehren und komplett alle Hunde entseuchen und auch ihre Umgebung und die Hündinnen sterilisieren lassen, mit der Hilde zusammen. Seit Tagen schreibe ich schon diesen Brief an Sie mit Hoffnung etwas damit zu erreichen. Seit ich wieder hier bin, renne ich von Tierarzt zum Tierarzt um Medikamente zu schnorren, denn für mindestens vierzig Hunde und dreißig Katzen kann ich es mir unmöglich leisten. Immerhin: Einige Tierärzte sagten mir zu, Arzneien, die bald ablaufen, mir zu überlassen. Einige Freunde halten diese Bemühungen für zweifelhaft, sie meinen, Tierquälerei gibt es hier auch in der Nachbarschaft. Ich brauche mir nur zum Beispiel die Tiermassenhaltung ins Gedächtnis rufen. Damit haben sie natürlich Recht.
Doch mein Wunsch ist, den Hunden würde es super gehen, sie würden nicht mehr vergiftet oder erschossen werden. Sie könnten endlich ein Leben in Freiheit genießen. In keinem Land, in dem ich jemals war - und das waren einige - gibt es so viele Tierschutzorganisationen und Menschen mit Herz für Tiere wie in Deutschland. Mittlerweile überträgt sich dies auf fast ganz Europa. Aber in den arabischen Ländern gibt es so etwas überhaupt nicht. Ein einziges Tierheim gibt es in Hurghada, und das ist komplett überlastet. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, mit Hilde könnte ich diesem Umstand Abhilfe verschaffen. Vielleicht kein Tierheim, aber eine vorläufige Auffangstation. Es ist eine tolle Vorstellung, oder etwa nicht? Auch falls mein Vorhaben in die Hose geht, ist es einen Versuch wert! Die Hände in die Hosentasche zustecken, sich zu denken Ägypten ist doch weit weg, weg sehen, vergessen, dadurch Wesen in Not seinem Schicksal zu überlassen, Hilfe zu untersagen, ist aber ein 100% Todesurteil für sehr viele Hunde und Katzen, und das ist sicher! Deswegen kann ich Hildes Hunde nicht vergessen und muss mein Möglichstes unternehmen, ihnen zu helfen.

Ich bitte auch Sie, mir dabei zu helfen, egal wie, denn alleine wird es schwierig. Alles ist eine Riesenhilfe, jeder Euro, jede gute Idee, jegliches Interesse, alles zählt. Oder vielleicht kennen Sie einen netten Menschen, der sich einen Welpen wünscht, oder vielleicht mögen Sie für die Sterilisationen und Medikamente etwas beitragen, oder…
Falls Sie Einfälle haben, bitte dann schreiben Sie mir eine E-mail oder SMS. Ich werde mich bald möglichst bei Ihnen melden. Vielen Dank für Ihr Interesse und für den langen Atem, den mein Brief verschlungen hat. Ich wünsche Ihnen eine gute Zukunft und alles Liebe, vielleicht auf Bald!

Mit lieben Grüßen

Ihre Karin


Mein Name: Karin Dobner
Meine Tel.: 017628261658
Meine E-mailadresse: karlaknoedel@gmx.net
Meine Kontonummer: 89896
Bankleitzahl : 70150000

P.S.: Falls Sie sich entscheiden sollten Geld zu überweisen, wäre es gut, wenn Sie mir Ihren Namen und Adresse (E-mail-Adresse) hinterlassen. Damit, falls Sie es wünschen, ich Sie durch einen Brief benachrichtigen kann, was mit dem Geld bezahlt wurde und wie diese Aktion weiter verlief.

21.2.2006



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