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Berlin: Demo gegen Jagd
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Jagdunfälle, Gewalttaten mit Jägerwaffen, Bedrohung von Erholungssuchenden und Haustieren - in den letzten zwei Jahren hat sich bei der Initiative zur Abschaffung der Jagd ein dicker Leitzordner angesammelt, der inzwischen auch an Verbraucherschutzministerin Renate Künast und weitere Politiker geschickt wurde. Derzeit laufen die politischen Verhandlungen für die längst überfällige Reform des Bundesjagdgesetzes.
Anti-Jagd-Demo in Berlin Jeden 1. Samstag im Monat: Treffpunkt voraussichtlich: 12 Uhr Adenauerplatz, Demozug über Kurfürstendamm Nähere Information: Initiative zur Abschaffung der Jagd, Kurt Eicher, Tel. 07131/481263 Internet: www.abschaffung-der-jagd.de
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27. Anti-Jagd-Demo im Dezember 2003: 200 Tierschützer fordern vor dem Brandenburger Tor die Abschaffung der Jagd
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An jedem 1. Samstag im Monat fordern Tier- und Naturschützer aus ganz Deutschland in der Bundeshauptstadt: »Die Steinzeit ist vorbei! Jagd und Jäger ins Museum!«
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Anschauliche Demonstration: Alle 6 Sekunden stirbt in Deutschland ein Tier durch Jägerhand
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»Jagdunfall«. Die letzten Worte des Jägers waren: »Schafft sofort die Jagd ab!«
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R E D E V O N R A I N E R G A E R T N E R
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Vorsitzender der Tierversuchsgegner BRD e.V.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
ich begrüße Sie ganz herzlich im Namen der Tierversuchsgegner Bundesrepublik Deutschland, die mit ihren 10 000 Mitgliedern diese Protestveranstaltung ideologisch voll und ganz unterstützen!
»Die Jägerei ist eine Nebenform der menschlichen Geisteskrankheit« - wer hat dieses bekannte Zitat nicht schon einmal gehört? Es stammt von unserem ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss. Demnach gehören die so genannten Waidmänner nicht in Wald und Flur, sondern in eine geschlossene Anstalt! Doch die 340 000 in Deutschland registrierten Hobbyjäger laufen frei herum und können ihr Gewaltpotential Tag für Tag ausleben. Sie führen Krieg gegen unsere Mitgeschöpfe. Dabei nutzen sie die Arg- und Wehrlosigkeit der Wildtiere skrupellos aus, indem sie mit Gewehren, Fallen und selbst mit Gas nach ihrem Leben trachten. Fünf Millionen Rehe, Hirsche, Wildschweine, Hasen, Füchse, Dachse, Iltisse, Wiesel, Marder, Waschbären, Enten, Rebhühner und Fasane fallen allein in bundesdeutschen Wäldern den Grünröcken bei der Ausübung ihres blutigen »Sports« alljährlich zum Opfer... Auch Haustiere müssen oft genug daran glauben: So dienten im vergangenen Jahr den Jägern 350 000 Katzen und 45 000 Hunde als lebende Zielscheiben. Vor allem bei den brutalen Treibjagden wird alles abgeknallt, was sich bewegt. Oft werden dabei die Tiere nur angeschossen und fliehen in panischer Angst mit zerfetzten Gesichtern und zertrümmerten Gliedmaßen oder mit Schrotkugeln im Körper, die jämmerlich zum Tode führen. Daher erfüllt die Jagd permanent auch den Straftatbestand der Tierquälerei. Nur wird dieses Vergehen bei uns nicht geahndet, weil Staatsanwälte und Richter oft genug selbst Jäger sind. Und viele Politiker - meist männlicher Natur - sind es auch. Deshalb konnte die Jägerlobby eine Änderung des Bundesjagdgesetzes, das ursprünglich noch aus der Nazi-Zeit, und zwar von Herrmann Göring stammt, bis jetzt erfolgreich verhindern. Doch wir werden das nicht mehr länger hinnehmen, denn nicht die Jäger, sondern das Volk hat die Macht! Wir werden es nicht weiter dulden, dass eine Minderheit bei der Verfolgung ihres primitiven Tötungstriebes das Leben von Millionen unschuldiger Tiere zerstört, ganze Wildtierarten ausrottet und unsere Landschaft jedes Jahr mit tausenden Tonnen Blei vergiftet. Wir werden nicht eher ruhen, bis die Jagd gesetzlich verboten ist.
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R E D E V O N B I R G I T U N G E R
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Bündnis Bayerischer Tierrechtsorganisationen
Liebe Freundinnen und Freunde,
wenn wir hier heute stehen, um einmal mehr gegen die unhaltbaren und grausamen Zustände in Wald und Flur zu protestieren und um alle Politiker aufzufordern, endlich den unsäglichen Morden und Hinrichtungen ,die jährlich an 5.500.000 Wildtieren, 300.000 Hauskatzen und 35000 Hunden begangen werden, per Gesetz Einhalt zu gebieten, so sprechen wir hier stellvertretend für den überwiegenden Teil der Bevölkerung in unserem Land. Wir wollen nicht länger hinnehmen, dass eine Schar organisierter Jäger weiter ihrem blutigen Freizeitvergnügen frönen kann. Wir wollen nicht länger dulden, dass in der freien Natur die wildlebenden Tiere nur noch gehetzte Kreaturen sind, ständig auf der Flucht. Wir sagen nein zu Schlagfallen und anderen Folterinstrumenten, in denen Tiere elendig krepieren. Wir fordern den sofortigen Stopp der Haustierabschüsse und das Verbot der Jagdhundausbildung an lebenden Tieren.
Die Böden in Wald und Flur und die Gewässer, unser aller Gut, sollen nicht länger durch Tonnen von Bleischrot vergiftet werden und Tiere daran erkranken lassen.
Deshalb sagen wir nein zur Jagd und verlangen als Einstieg, die gesetzliche Umsetzung der erarbeiteten und vorliegenden Positionspapiere der Umwelt- und Tierschutzverbände.
...Und so muss man fragen, woher nimmt die Zunft der Jäger heute, im 21. Jahrhundert ,das Recht zum Töten und welche höhere Ordnung soll dahinter stehen, die ihnen diese Grausamkeiten zubilligt? Sie behaupten, die wahren Tier- und Umweltschützer zu sein, indem sie meinen, höchstpersönlich mit der Flinte Selektierungen in Wald und Flur vornehmen zu müssen. Sie teilen Gottes Geschöpfe in Raubwild und Raubzeug ein, die es zu töten gilt, und ihr Bewusstsein ist weit entfernt von der Erkenntnis, dass jedes Lebewesen in dem Gefüge unseres Planeten seinen Sinn hat und somit eine legitimierte Daseinsberechtigung... Und mit ihrer selbstgefälligen Einmischung in die Natur und der anmaßenden Ansicht, nur sie könnten für den Ausgleich in Wald und Flur sorgen, stellen sie gleichzeitig die göttliche Kompetenz in Frage... Der Schutz der Tiere wurde im Grundgesetz verankert.
Es ist an der Zeit, hier nun endlich politisch Verantwortung zu übernehmen und den Absichtserklärungen Taten folgen zu lassen.
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